{"id":83,"date":"2025-03-19T22:44:18","date_gmt":"2025-03-19T22:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/was-tun-was-lassen.net\/?p=83"},"modified":"2025-03-19T22:49:03","modified_gmt":"2025-03-19T22:49:03","slug":"leseprobe-draxler-was-tun-was-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/was-tun-was-lassen.net\/?p=83","title":{"rendered":"Leseprobe: Vorwort aus Helmut Draxlers \u00bbWas tun? Was lassen?\u00ab"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"x-berschrift-1-Hauptzeile\">Vorwort<\/h3>\n<p class=\"TEXT-ohne-Einzug\">G\u00e4be es einen Blick von au\u00dfen auf die Welt, so b\u00f6te sich ihm das erstaunliche Schauspiel, dass es im Leben vieler Menschen nichts Wichtigeres und Erregenderes zu geben scheint als die \u00adPoli\u00adtik. Neben ihr verblassen die anderen \u00adgro\u00dfen Leidenschaften, und dementsprechend durchdringt die Politik als zentraler Wert\u00adanspruch \u00adzunehmend auch jene gesellschaftlichen \u00adBe\u00adreiche wie die Kunst, die Religion, die Wissenschaft oder die \u00d6konomie, die sich lange Zeit von ihr abschotten wollten. Selbst die grundlegenden Vorstellungen von Natur, von sozialen und intimen k\u00f6rperlichen Verh\u00e4ltnissen werden von ihr erfasst und neu kodiert. \u00adPolitik ist tats\u00e4chlich zu einem \u00bbErfolgsmedium\u00ab in einer Dimension geworden, vor der jede Behauptung eines Un\u00adpolitischen als kategorische Seinsverfehlung verblasst. So mag man etwa die Polarisierung der Gesellschaft beklagen oder relativieren; in jedem Fall ist man im Polarisieren noch dahingehend vereint, dass die politischen Leidenschaften als das Entscheidende und die jeweiligen Gegner als verdammenswerte Subjekte aufgefasst werden, die der Realisierung des (eigenen) Guten im Wege stehen. Nicht mehr die Inhalte oder Methoden von Politik r\u00fccken hierbei in den Vordergrund, sondern die Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der die Politik in den Dienst der jeweiligen Selbstversicherung genommen wird, das Gute bereits zu besitzen und es nur durchsetzen zu m\u00fcssen. Mithin scheint ihr Sinn immer schon vorausgesetzt und nur eine Frage des Einsatzes der richtigen Mittel zu sein. Im Namen einer derart sich selbst immer schon verstehenden Politik kann die Wirklichkeit als transparent und verf\u00fcgbar begriffen und ihr letztlich alles R\u00e4tselhafte ausgetrieben werden.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Was ich hier zu beschreiben versuche, stellt zweifellos eine h\u00f6chst ideologische Form von Politik dar, wie sie sich im Rahmen westlicher, kapitalistischer und liberal-demokratischer Bedingungen in vielen Teilen der Welt durchgesetzt hat. Diese ideologische Form betrifft ein gemeinsames, innerhalb des hohen Wertanspruchs verborgenes instrumentelles Moment im Kern des Begriffs der Politik selbst, das sich in den offiziellen Parteipolitiken und institutionellen B\u00fcrokratien ebenso ausbreitet wie in den Bereichen von \u00d6konomie und Kultur, und das sogar bis in die alternativen, akademischen und aktivistischen Kontexte hineinreicht. Das Ideologische daran scheint genau in diesem Verst\u00e4ndnis der Politik als eines reinen Mittels und der damit einhergehenden Vorstellungen von Machbarkeit und Dringlichkeit zu liegen,<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-1-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-1\">1<\/a><\/span> die wiederum zum Ausgangspunkt medialer, diskursiver und aktivistischer Mobilisierungen werden. Doch die vielen Widerspr\u00fcchlichkeiten, die gerade solche Vorstellungsweisen von Politik betreffen, sind kaum zu \u00fcbersehen. Sie sind \u2013 zwischen den individuellen Absichten und den sozialen Effekten, dem konkreten Tun und seinen m\u00f6glichen Bedeutungen, zwischen den Anspr\u00fcchen an die Beherrschbarkeit der Mittel und dem Ausgeliefertsein an die Zuf\u00e4lle der jeweiligen Gegebenheiten oder zwischen den medialen Erregungswellen, die die Politik immer wieder ausl\u00f6st, und der konstitutiven Folgenlosigkeit, in die sie abebben \u2013 inzwischen vielfach beschrieben und in ihrer Symptomatik vereinzelt auch gedeutet worden.<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-2-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-2\">2<\/a><\/span> Es scheint mir dennoch an einer grundlegenden Reflexion zu fehlen, die sowohl die historische Genese des Verst\u00e4ndnisses von Politik als eines reinen Mittels betrifft als auch die Grenzen dieses Verst\u00e4ndnisses, an denen es sich nur allzu leicht selbst verkennt.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Denn f\u00fcr linke oder emanzipatorische \u00adPolitikans\u00e4tze stellt sich in besonderem Ma\u00df das Problem, wie der Erfolg dieses ideologischen Politikbegriffs auf h\u00f6chst irritierende Weise mit der sich immer weiter zuspitzenden Grundlagen\u00adkrise der Linken einhergeht. Diese Grundlagenkrise betrifft nicht nur den Verlust ihrer Heilsgewissheit in Bezug auf jede Vorstellung einer befreiten oder vers\u00f6hnten Gesellschaft<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-3-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-3\">3<\/a><\/span> oder die Frage, wie mit den Gegnern linker oder emanzipatorischer Politik umzu\u00adgehen sei, in der die Gewaltgeschichte der Linken zwischen Guillotine, Gulag und Umerziehungslager begr\u00fcndet liegt; es sind vor allem die multiplen Konfliktkonstellationen, wie sie in den letzten Jahrzehnten etwa zwischen Anerkennungs- und Verteilungspolitik, Klassen- \u00adversus Identit\u00e4tspolitik, zwischen \u00f6kologischer und sozialer, nationaler und globaler Politik, Rassismus und Antisemitismus, Differenzfeminismus und Trans-Aktivismus virulent geworden sind, die kaum mehr eine einheitliche Perspektive erlauben. Denn deren gemeinsames Merkmal scheint genau darin zu bestehen, dass sie nicht durch eine Positionierung auf einer Seite im Sinne eines implizierten Fortschritts und der damit gelingenden \u00dcberwindung der jeweiligen Gegenposition zu verstehen sind, dass sich diese Konflikte aber auch nicht in einem gemeinsamen empirischen Bezugsrahmen, sei dieser nun putschi\u00adstisch, mikropolitisch, radikaldemokratisch oder intersektional verstanden, einhegen lassen. Denn der transzendentale Universalismus, der jeder Vorstellung von Emanzipation zugrunde liegt, l\u00e4sst sich nur schwer mit jeder empirischen Form von Politik in \u00dcbereinstimmung bringen. Neue Formen von Ausgrenzung und Gewalt sind hier stets vorprogrammiert. Angesichts solch vielf\u00e4ltiger Paradoxien reicht es deshalb nicht aus, die Politik im mobilisierenden Gestus nach dem Muster eines reinen \u00ad<span class=\"char-style-override-10\">Politischseins<\/span> einzufordern; sie muss gedacht und kritisiert werden, um \u00fcberhaupt politisch sein oder werden zu k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr bedarf es einer ebenso historischen wie strukturellen Rekonstruktion des Begriffs der Politik, um von hier aus seinen unheimlichen Erfolg verst\u00e4ndlich zu machen. Es gilt, an diesem Begriff selbst eine Differenz aufzumachen, die ihn auf eine andere Weise als im Sinne reiner Mittelhaftigkeit bestimmt und es erlaubt, ihn auf produktive Weise auf die multiplen Konfliktkonstellationen der Gegenwart zu beziehen \u2013 und zwar, indem man Politik als symbolische Form versteht.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Die grundlegende These der folgenden Texte besteht darin, dass die Politik bereits seit der \u00adfr\u00fchen Neuzeit kein reines Mittel ist, \u00fcber dessen richtigen Einsatz zur Erreichung seiner Zwecke wir blo\u00df zu streiten br\u00e4uchten, sondern ein Zweck an sich selbst. Politik entfaltet sich aus den dynastischen, territorialen, sozialen, \u00f6konomischen oder konfessionellen Konflikten heraus als eine besondere Form des Denkens, Wollens, F\u00fchlens und des Handelns, die sich von den vorgegebenen Zielsetzungen und Interessen zunehmend abl\u00f6st und ihren eigenen symbolischen Raum generiert. Die Frage nach dem Sinn von Politik ist unmittelbar an einen solchen spezifischen \u00bbErscheinungsraum\u00ab gekoppelt, der sich im Spannungsfeld zu anderen symbolischen Formen wie Religion und Wissenschaft, Kultur, Kunst, aber auch \u00d6konomie erst ausbildet, und in dem die Verf\u00fcgbarkeit der Zwecke und somit die Mittelhaftigkeit von Politik sich als der eigentliche, scheinbar objektive oder autonome Zweck von Politik ausweist. Erst innerhalb dieses symbolischen Bezugsrahmens k\u00f6nnen sich die instrumentellen Mobilisierungen entfalten, und dementsprechend erlaubt die Politik den Individuen, ihre Ambivalenzen und Widerspr\u00fcche auf der psychischen wie auf der sozialen Ebene f\u00fcr \u00fcberwindbar und den Einsatz ihres Imagin\u00e4ren noch in der sch\u00e4rfsten Zuspitzung im Sinne politischer Leidenschaften immer schon f\u00fcr gerechtfertigt zu halten,<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-4-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-4\">4<\/a><\/span> etwa indem sie auf einen konstitutiv zuk\u00fcnftigen Sinn verweist, der sich bereits im Hier und Jetzt beanspruchen lie\u00dfe. Damit unterstellt die Politik dem individuellen und unbedingten Wollen eine kollektive Notwendigkeit und negiert dabei den Anteil, den sie selbst an der konstitutiven Spaltung der Subjekte zwischen psychischen und sozialen Bestimmungen, zwischen Wollen und Sollen, zwischen Mitteln und Zwecken hat.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Das hei\u00dft, die ebenso individualisierten wie imagin\u00e4ren Bestimmungen von Politik verweisen auf eine gemeinsame symbolische Struktur, die die unterschiedlichen Eins\u00e4tze ebenso reguliert wie sie sie im Gesamten einer symbolischen Ordnung verankert. Politik als symbolische Form<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-5-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-5\">5<\/a><\/span> zu begreifen, impliziert daher, die Politik jenseits aller Selbstverst\u00e4ndlichkeit als ein im Kern Unbestimmtes und damit R\u00e4tselhaftes aufzufassen. Denn in Ermangelung einer f\u00fcr alle g\u00fcltigen kosmisch-transzendenten Ordnung indiziert das moderne Symbolische eine grundlegende Differenz zwischen dem Imagin\u00e4ren und dem Realen, mithin die Unm\u00f6glichkeit einer definitiven Bestimmung des Realen als eines metaphysischen Grundes oder eines, aller Individualit\u00e4t vorausgehenden, definitiven Sinns.<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-6-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-6\">6<\/a><\/span> Der \u00bbErfolg\u00ab von Politik entfaltet sich im Raum dieser Differenz und damit sind gleichzeitig auch die Grenzen jedes einzelnen Anspruchs benannt. Weder kann das Imagin\u00e4re mit dem Realen identisch werden, noch l\u00e4sst sich die symbolische Ordnung insgesamt im Sinne empirischer Normativit\u00e4t \u00fcberschreiten, weil sie den jeweiligen individuellen Eins\u00e4tzen als motivationale Struktur immer schon zugrunde liegt. Politik, aber auch Kunst oder Philosophie k\u00f6nnen in diesem Sinn als die positiven M\u00f6glichkeiten des Symbolischen begriffen werden, in die jedoch ihre jeweils spezifischen Unm\u00f6glichkeiten immer schon eingeschrieben sind.<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-7-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-7\">7<\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Die Sammlung dieser Vortr\u00e4ge umkreist dieses Problem einer grundlegenden Widerspr\u00fcchlichkeit in Bezug auf die jeweiligen Bestimmungen des Sinns von Politik. Sie geht davon aus, dass sich im Durchgang durch dieses Problem jedoch sehr wohl ein <span class=\"char-style-override-10\">politischer <\/span>Sinn von Politik behaupten l\u00e4sst, ein Sinn, der weder an der imagin\u00e4ren \u00dcberwindung des Problems ansetzt, noch einer Beschr\u00e4nkung auf die empirischen Existenzformen oder das blo\u00df Machbare das Wort redet. Vor diesem Hintergrund werden die Fragen <span class=\"char-style-override-10\">Was tun? Was lassen?<\/span> zum eminenten Einsatz jeder politischen, k\u00fcnstlerischen oder auch philosophischen Praxis. Es kann in dieser Perspektive weder um einen reinen Aktivismus noch um gelassene Hinnahme, weder um eine leninistische Entscheidung noch um eine mikropolitische Ausweitung des Politischen ins Soziale, weder um imagin\u00e4r-utopische Ausblicke noch um das Behaupten eines einzigen wahren Realen, aus dem alles andere ableitbar w\u00e4re, gehen.<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-8-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-8\">8<\/a><\/span> Vielmehr soll die Unterbrechung des je eigenen imagin\u00e4ren Wollens und Sollens \u2013 und der damit verbundenen psychopolitischen Erregungspotenziale \u2013 hervorgehoben werden, der Moment des Innehaltens zwischen den beiden Fragen, an dem die Politik als Politik in ihrer symbolischen Form in Erscheinung treten und als solche adressiert werden kann. Jeder Aktivismus braucht in dieser Sichtweise nicht nur ein reflexives Moment hinsichtlich dessen, was ihn \u00fcberhaupt als Politik kennzeichnet, oder in Hinblick auf die ungewollten Effekte, die er notwendigerweise generiert, sondern ebenso auf die symbolischen Muster, denen er in der Wiederholung durchaus passivisch folgt; und umgekehrt l\u00e4sst sich auch keine rein passivistische Strategie vorstellen, die nicht immer schon ein aktives Moment voraussetzt, das ihren passiven Einsatz erst zur Entfaltung bringt. Melvilles Bartleby, die Galionsfigur der modernen Passivit\u00e4tstheorien, w\u00e4re zweifellos viel passiver geblieben, wenn er seinen Job einfach gemacht und nicht \u00bbI prefer not to\u00ab gesagt h\u00e4tte.<span class=\"char-style-override-9\"><a id=\"footnote-41910-9-backlink\" class=\"footnote-link\" href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/IBM\/Desktop\/Was%20tun%20-%20Was%20lassen%20Inhaltsseiten%20PRINT.html#footnote-41910-9\">9<\/a><\/span> Beide Strategien, das Tun wie das Lassen, setzen dar\u00fcber hinaus immer schon Bereiche jenseits ihres eigenen Geltungsanspruchs voraus: etwa die Kultur, die Kunst, die Philosophie oder die Wissenschaft, von denen sie sich abgrenzen und aus denen sie doch immer wieder ihre Motiva\u00adtionshorizonte ziehen.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Angesichts solcher Verwicklungen scheint mir eine systematische Darstellung des Problems der Politik als symbolischer Form wie des Symbolischen insgesamt weder m\u00f6glich noch sinnvoll zu sein. Das gemeinsame Projekt dieser \u00fcber mehrere Jahre hinweg entstandenen Vortr\u00e4ge bestand genau darin, die jeweils unterschiedlichen Gelegenheiten, wie sie durch die Einladungen zu diversen Themen und in den verschiedensten Kontexten gegeben waren, als Herausforderung anzunehmen, die grundlegende Fragestellung nach einer m\u00f6glichen <span class=\"char-style-override-10\">Politik des Symbolischen<\/span> immer wieder aufzunehmen, durchzuarbeiten und zuzuspitzen. Der Vortrag wurde so zu einer besonderen essayistischen Form. Ich habe versucht, diese Form in den \u00dcberarbeitungen pr\u00e4sent zu halten, auch wenn es mir notwendig erschien, den Argumentationsgang \u2013 vor allem \u00fcber die Anmerkungen \u2013 st\u00e4rker im jeweiligen diskursiven Referenzfeld zu verankern. Das Nachwort umrei\u00dft die allen f\u00fcnf Vortr\u00e4gen zugrundliegende methodische Argumentationsfigur im Sinne einer\u00a0<span class=\"char-style-override-10\">Arbeit am Symbolischen<\/span>\u00a0und legt sie in ihren politischen Konsequenzen offen.<\/p>\n<p class=\"TEXT-mit-Einzug\">Besonderer Dank geht an Stephan Gregory, der die Publikation dieser Vortr\u00e4ge angeregt und kritisch begleitet hat, ebenso an Antonia Birnbaum und Kathrin Busch f\u00fcr ihr insistierendes Nachfragen an vielen entscheidenden Stellen; ferner an Jan V\u00f6lker, Megan Francis Sullivan, Alexi Kukuljevic und Hans-J\u00fcrgen Hafner f\u00fcr die kontinuierliche inhaltliche und taktische Auseinandersetzung in den letzten Jahren und an all jene, die mich urspr\u00fcnglich zu den Vortr\u00e4gen eingeladen haben: Sabeth Buchmann, Sebastian Egenhofer, Eva Kernbauer und Magdalena Nieslony (Vortrag 1), Marita Tatari (Vortrag 2), Moriz Stangl und die Fachschaft Philosophie in T\u00fcbingen (Vortrag 3), Nathan Brown und Petar Milat (Vortrag 4). Der letzte Vortrag stellt die Einf\u00fchrung zur Konferenz \u00bbDialektik und Anti\u00addialektik\u00ab dar, die ich gemeinsam mit Antonia Birnbaum im M\u00e4rz 2024 an der Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst in Wien konzipiert und organisiert habe. Herzlich bedanken m\u00f6chte ich mich auch bei Sara De Bondt f\u00fcr die Gestaltung des Covers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"TEXT-ohne-Einzug\"><span class=\"char-style-override-10\">F\u00fcr Benjamin und Damian<\/span><\/p>\n<p class=\"Literaturverzeichnis para-style-override-7\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort G\u00e4be es einen Blick von au\u00dfen auf die Welt, so b\u00f6te sich ihm das erstaunliche Schauspiel, dass es im Leben vieler Menschen nichts Wichtigeres &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-83","post","type-post","status-publish","format-image","hentry","category-uncategorized","post_format-post-format-image"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Leseprobe: Vorwort aus Helmut Draxlers \u00bbWas tun? 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